15.10.2010
High-tech abseits üblicher Wege
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BLECH 6-2010

Seit gut 60 Jahren ist Schröder Maschinenbau im Schwenkbiegen aktiv und hat neben so mancher Standardmaschine ganz im Stillen viele einzigartige und innovative Lösungen realisiert: zum Beispiel Bleche auf weniger als 0,1° genau gebogen, oder mit Biegegeschwindigkeiten von 360°/sek, oder mit 4000 mm Länge und 16 mm Dicke, oder Werkzeuge mit Beschleunigungen von 3g gewechselt... Höchste Zeit für einen Besuch im oberbayerischen Voralpenland.

Wer durch die malerische Voralpenlandschaft zur Hans Schröder Maschinenbau GmbH nach Wessobrunn-Forst fährt, rechnet angesichts der engen, kurvigen Straße und der hügeligen Landschaft mit Vielem: kleinen Dörfern vielleicht oder schmucken Bauernhöfen; sicher auch mit Kühen auf der Straße oder Traktoren, die die Anreise, bremsen. Und dann das: Ein futuristisches Gebäude aus glänzendem Edelstahl, das eher an Raumschiff Enterprise erinnert, als an den Firmensitz eines mittelständischen Maschinenbauers.
Dahinter steckt Strategie. Geschäftsführer Franz Schröder: „Wir haben nicht ohne Grund diese Gebäudearchitektur gewählt. Unser Firmengebäude ist eine Art lebende Ausstellung: Im Innenbereich von Stahl-Büromöbeln über Lampen und Leuchten, Beschattungsanlagen bis hin zu den Fassadenelementen im Außenbereich: Alles wurde auf Schwenkbiegemaschinen von Schröder und Schröder-Fasti hergestellt. Mit dem gesamten Ambiente wollten wir unseren praxisorientierten Bezug zum Blech und unsere Innovationskraft zum Ausdruck bringen und wir wollten damit die Vielseitigkeit unserer Produkte unter Beweis stellen.“

Streben nach Innovation

Deshalb hat sich Schröder ganz bewusst gegen einen der üblichen „Standard-Quader“ entschieden und ein von Offenheit geprägtes Industriegebäude geschaffen, das mit seinen geschwungenen Linien Rücksicht auf die Natur des oberbayerischen Voralpenlandes nimmt. So folgen die Dachflächen mit positiven und negativen Wellen aus Edelstahlbahnen der geschwungenen Form der umgebenden Landschaft. Jedes einzelne Detail entspricht dem erklärten Streben nach höchster Qualität, denn – so Franz Schröder: “Die Qualität sollte vor der Türe beginnen und sich bis zum Versand der fertigen Maschinen fortsetzen.“
Das Streben nach Innovation und Präzision sowie die Rücksichtnahme – in diesem Fall aufs Material findet sich 1:1 in den Schwenkbiegemaschinen des inzwischen rund 150, zusammen mit der Schröder-Fasti Technologie GmbH in Wermelskirchen sogar 220 Mitarbeiter zählenden Familienunternehmens wieder. Franz Schröder: „Schwenkbiegen ist für mich heute die Technologie der Zukunft. Hier fließt das Material über eine feste Form – genauer gesagt über das mit dem optimalen Biegeradius versehene Oberwangen-Werkzeug – und hat Zeit zu fließen.

Vorteile für Schwenkbiegen

Ein großes Unterscheidungsmerkmal zwischen Gesenkbiegen und Schwenkbiegen ist für Franz Schröder der auch die Relativ-Bewegung zwischen Werkstück und Werkzeug: Beim Gesenkbiegen gehen grundsätzlich beide Biegeschenkel nach oben was bei großflächigen Werkstücken sehr oft Probleme mit sich bringen kann, bis hin zu einem Peitscheffekt. In der Schwenkbiegetechnologie wird ausschließlich der zu verformende Biegeschenkel mit dem Biegewerkzeug nach oben geführt. Das verbleibende Werkstück liegt – fest fixiert zwischen Ober- und Unterwange – auf dem rückwärtigen Auflagetisch mit integriertem Positionieranschlagsystem. Ein weiterer Punkt ist die Beschädigung der Oberflächen,
was heute immer mehr an Relevanz gewinnt. Beides ist beim Schwenkbiegen so gut wie ausgeschlossen. Selbst die Blechdickentoleranzen wirken sich bei Schwenkbiegemaschinen wesentlich geringer auf die Werkstückgenauigkeit aus, als beim Gesenkbiegen. Angesichts all dieser Vorteile stellt sich die Frage nicht mehr, warum heute viele zukunftsorientierte Unternehmen auf Schwenkbiegemaschinen fertigen. Damit die Grundgenauigkeiten aller Maschinenkomponenten stimmen betreibt Schröder einen beträchtlichen Aufwand und setzt auf weitgehende Eigenfertigung. Die extrem hohe Fertigungstiefe von rund 90 Prozent ist für Franz Schröder aber nicht nur die Voraussetzung für höchste Qualität und Flexibilität. Sie vermeidet auch, dass wichtiges Know-how nach außen getragen wird. Allzu viel von seiner Fertigung wollte Franz Schröder deshalb auch nicht preisgeben. Nur soviel: Sämtliche Grundbauteile werden einer Sonderbehandlung unterzogen und auf hochpräzisen Maschinen bearbeitet. Die Art der Herstellung ist für die Blechbranche ohnehin weniger interessant als das maschinenseitige Ergebnis. Und dieses Ergebnis braucht weltweit keinen Vergleich zu scheuen. Dies belegen einige Parameter von Maschinen, die Schröder in den letzten Jahren ausgeliefert hat, und die zum Beispiel bei der Genauigkeit der Biegewinkel neue Maßstäbe setzten. Franz Schröder: „Eine Biegegenauigkeit von 0° gibt es in der Technik nicht, aber wir sind nicht mehr weit davon entfernt. So produziert einer unserer Kunden 5 m lange Teile mit einer Biegegenauigkeit von 0,1°.“ Was überzogen klingen mag, hat gerade bei Stepp-Kanten durchaus seine Relevanz. Denn bei 30 Biegeschritten fährt die Maschine 30 Mal ins Werkstück und produziert jedes Mal den gleichen Fehler.

Genauestes Biegen und Verformen machbar

Gerade wenn es um genauestes Biegen und Verformen geht, nimmt Schröder Maschinenbau regelmäßig scheinbar unmögliche Aufträge an. So auch einen aus Geheimhaltungsgründen nicht näher definierten Edelstahlbehälter, bei dem die Schenkel an allen vier Seiten hochgebogen und anschließend lasergeschweißt werden. Die Schwierigkeit: Der Spalt zwischen den Schenkeln durfte nicht größer als 4/100 mm sein. „Obwohl viele „Experten“ sicher waren, dass so etwas nicht machbar ist, haben wir die Herausforderung angenommen – und wir haben es geschafft, „ freut sich Franz Schröder über die Innovationskraft seines Unternehmens und über die vier Anlagen, die der Kunde inzwischen gekauft hat. Wie diese hohe Genauigkeit erreicht werden kann, bleibt bis auf den Hinweis „spezielle Steuerungstechnik mit eigener Hard- und Software“ ein Geheimnis. Schwenkbiegemaschinen von Schröder können aber nicht nur hochgenau biegen, sondern auch sehr, sehr schnell. Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: 360 Grad pro Sekunde, so der Rekord in Sachen Biegegeschwindigkeit. Oder anders ausgedrückt: In einer halben Sekunde erzeugt die Biegewange einen 90°-Winkel und fährt zurück in die Ausgangsposition. Gefragt war diese Meisterleistung bei einer hochproduktiven Anlage zur Serienfertigung von Blechen mit mehreren Biegungen. Franz Schröder: „Bei der Serienfertigung von Teilen mit mehreren Biegungen spielen die Biegesequenzen eine sehr große Rolle. Hier ist jede Hundertstel Sekunde wichtig.“ Die gleiche Anlage, über deren Käufer genauso strengstes Stillschweigen vereinbart wurde wie über die darauf produzierten Produkte, kann dank neuester Linearmotortechnologie noch mit einem zweiten Spitzenwert aufwarten: Mit 3g, also dem 3-fachen der Erdbeschleunigung, werden die Werkzeuge gewechselt, um den Nebenzeiten den Garaus zu machen. Diese Entwicklung fußt auf der Erkenntnis, dass nicht nur in der Biegesequenz selbst Zeit zu holen ist, sondern auch im Umrüsten von einem Werkstück zum nächsten, weshalb Schröder den Wechsel der Oberwangenwerkzeuge massiv beschleunigte. Franz Schröder erinnert sich noch genau, wie diese Entwicklung ihren Anfang nahm: „ich habe diesen Kunden in der Nachtschicht besucht und gesehen, wie er auf zehn Gesenkbiegepressen überwiegend Einzelteile und kleinste Serien hergestellt hat. Bei meinem Besuch wurden damals zeitgleich alle zehn Maschinen umgerüstet, was pro Maschine rund 10 bis 15 Minuten gedauert hat, manchmal aber auch eine halbe Stunde in Anspruch nehmen kann. Diese Rüstzeiten waren unserem Kunden ein derartiger Dorn im Auge, dass er sich entschlossen hat, mit uns komplett neue Wege zu beschreiten.“

Große Biegehöhen gelöst

Vielen Blechbearbeitern immer noch nicht bewusst sind die mit Schwenkbiegen mittlerweile erreichbaren Biegehöhen. Früher waren hohe Kästen die Domäne der Abkantpressen. Doch seit es für Schwenkbiegemaschinen Oberwangenwerkzeuge für Biegehöhen bis 400 oder sogar 500 mm gibt und der Öffnungshub auf bis zu 1.000 mm erweitert wurde, lassen sich auch hohe Kästen und Schaltschränke sehr gut mit Schwenkbiegen herstellen, und so wird dieser Markt heute von Schwenkbiegemaschinen geprägt. Denn im Gegensatz zum Gesenkbiegen liegen die großen Flächen der Kästen sauber auf dem Auflagetisch auf, und nur die Schenkel werden bewegt. Selbst sehr große Bauteile, die früher beim Abkanten zwei oder gar drei Mitarbeiter oder eine aufwändige Biegehilfe benötigten, lassen sich heute auf Schwenkbiegemaschinen von einem einzigen Mitarbeiter problemlos herstellen – und mit einem automatischen Werkzeugwechselsystem zudem äußerst flexibel. Um solche Projekte zum Erfolg zu bringen, müssen der erklärte Teamplayer Franz Schröder und seine Konstruktionsmannschaft kontinuierlich neue Wege bestreiten. Dadurch gehört Schröder aber auch weltweit zu den Herstellern mit größtem Know-how im Schwenkbiegen. Dies umso mehr, als vor wenigen Jahren der Ex-Konkurrent Fasti übernommen und als Schröder-Fasti Technologie GmbH integriert wurde, was zusätzliches Know-how ins Unternehmen brachte. Das gemeinsame Know-how findet sich auch in der auf der BlechExpo 2009 erstmals präsentierten, modular aufgebauten Evolution-Maschinengeneration wieder, durch deren Erfolg das Unternehmen nach Schätzung von Franz Schröder die Auswirkungen der Krise um 30 bis 40 Prozent abfedern konnte. Eine mit Finiten Elementen berechnete Maschinengeometrie, modernste Antriebstechnologien und die revolutionäre Up-Down-Biegetechnologie ermöglichen das Auf- und Abbiegen mit nur einer Biegewange und eröffnen neue Wege im Schwenkbiegen. Zusätzlicher Vorteil: Auf Basis dieser Maschinengeneration kann der Kunde über ein modulares System den Automatisierungsgrad der Maschinen flexibel erhöhen – bis hin zum kompletten Biegezentrum. So werden je nach Anforderung Nutzlänge, Biegeleistung und Werkzeughöhe gewählt, die dann von Anfang an oder auch nachträglich durch Optionen wie Rotationsoberwange, Werkzeugwechsler, Manipulator oder Be- und Entladestation ergänzt werden.

Vorteile vereint

Wie Franz Schröder versichert, kann die Evolution-Generation „mit den gleichen Parametern wie Gesenkbiegepressen arbeiten und darüber hinaus alle Vorteile einer Schwenkbiegemaschine bieten. Diese Neukonstruktion ermöglicht es uns, durch hohe Technologie mit sehr vielen Möglichkeit nicht nur eine Alternative zu Gesenkbiegepressen zu bieten, sondern echte Verbesserungen in den Bearbeitungsmöglichkeiten, der Wiederholgenauigkeit, der Flexibilität und der Automation – egal ob Teil- oder Vollautomation, denn der modulare Aufbau lässt uns alle Möglichkeiten offen.“ Wer Franz Schröder erlebt hat, der weiß, dass sich der Unternehmer mit Leib und Seele nicht auf diesem Erfolg ausruhen wird. Nicht umsonst hat er in seinem unternehmen den Ruf, jeden Tag etwas Neues zu wollen. Doch: „Das stimmt so nicht ganz. Ich möchte jeden Tag eine Veränderung in die richtige Richtung. Wenn wir uns jeden Tag positiv ein bisschen verändern, ist dies über das Jahr gesehen sehr viel.“ Mal sehen, mit welchen Veränderungen Schröder zur EuroBLECH aufwarten wird…
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29.09.2010
Fördern und fordern lautet die Devise
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Pressebericht Ausbildungszertigfikat

Weilheim - In drei Kategorien wurden handwerliche Betriebe ausgezeichnet, die sich besonders um die Ausbildung junger Menschen verdient gemacht haben.

Ferdinand Pilzweger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Weilheimer Agentur für Arbeit, überreichte zusammen mit der Industrie- und Handwerkskammer (IHK), den Kreishandwerkschaften Oberland und Landsberg sowie dem Arbeitskreis Schule und Wirtschaft der Firma "Mayr in Böbing, der Bäckerei "Lahner" in Landsberg und dem Unternehmen "Schröder" in Wessobrunn-Forst ein Zertifikat. Ausgezeichnet wurde in den Kategorien "Eine Chance für jeden", hohe Ausbildungsquote und "Nachhaltigkeit in der Ausbildung unter schwierigen Rahmenbedingungen".

Ausbildung - Zusammenfassung (Stand 09/2010)

Für unser Unternehmen ist Innovation der Schlüssel zum Erfolg. Um unsere Marktführung auch in Zukunft zu halten und weiter auszubauen, müssen wir kontinuierlich lernen und uns stets weiterentwickeln. Die qualifizierte Fort- und Weiterbildung unseres Personals ist gerade in der Zeit des Facharbeitermangels die beste Zukunftsinvestition.
Die Basis für diese Arbeit ist die professionelle Betreuung.
Um dies zu erreichen, setzen wir im Ausbildungsbereich hochqualifiziert geschultes Personal ein, das über vielseitige Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt.

Gleichzeitig benötigen wir junge Menschen für die stetige Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Dem demografischen Wandel unserer Bevölkerung wird durch junge, qualifizierte und flexible Mitarbeiter langfristig entgegengewirkt. Der aktuelle Altersdurchschnitt unserer Mitarbeiter liegt bei 36 Jahren und belegt dies sehr deutlich.
Aus diesem Grund ist die Ausbildung im eigenen Unternehmen eine Herzensangelegenheit. Sowohl in der Verwaltung, als auch in der Technik sind unsere Arbeitsplätze weitestgehend von ehemaligen Auszubildenden besetzt. Die Potentiale und Zukunftsvisionen junger Menschen, verbunden mit Selbstentfaltung und hoher Firmenidentifikation sind ein Meilenstein unseres Erfolges.

Die Einbindung unserer Auszubildenden im Betriebsablauf verstärkt die Motivation und erhöht die Arbeitsleistung. Unsere Auszubildenden sind von Beginn an ein Teil des Ganzen, jeder Einzelne ist mit seinem Arbeitseinsatz sichtbar und wird von allen anderen Kollegeninnen und Kollegen anerkennt und geschätzt.

Wir möchten, dass unser Nachwuchs während der Ausbildung seine eigenen beruflichen Vorstellungen, Ideen und Interessen nachgehen und erreichen kann.
Die Vielfalt unseres Ausbildungsspektrums lässt die Möglichkeit zu, während der Ausbildung die eigenen Fähigkeiten zu erkennen, zu erweitern und zu vertiefen.

Ziel ist es, alle Azubis als Facharbeiter zu übernehmen und weiter zu beschäftigen.



Ausbildungsmerkmale:
• eigene gewerbliche Lehrwerkstatt mit konventionellen und CNC-Maschinen
• CNC- und SPS-Programmierplätze für die Auszubildenden
• Erweiterung der Lehrwerkstatt im Jahr 2009 für einen eigenen Bereich Elektronik / Mechatronik
• Integration von sozial- und schulisch schwachen Auszubildenden
• Enger Kontakt mit den Kammern (IHK, HWK) und Berufsschulen
• innerbetrieblicher Unterricht bei Bedarf
• Herstellung von Fertigungsteilen für den Montagebereich
• gemeinsame Prüfungsvorbereitung zur Zwischen- und Abschlußprüfung
• Ausbildungsmaterialien stets auf dem technisch aktuellen Stand
• Ausbilder sind ehrenamtlich im Prüfungsausschuss tätig
• Durchführung von Schnupperlehren oder diverse Praktika .

Gewerbliche Ausbildungsberufe:
• Feinwerkmechaniker
• Elektroniker für Betriebstechnik
• Mechatroniker

Kaufmännische Ausbildungsberufe:
• Bürokaufleute
• Industriekaufleute
• Fachinformatiker für Systemintegration

Ausbildungszahlen:
• aktuell 21 Azubis im gewerblichen Bereich
• aktuell 3 Azubis im kaufmännischen Bereich
• Ausbildungsquote liegt derzeit bei ca. 16%
• 5 Ausbilder in unterschiedlichen Bereichen
• Ausbilder wirken in diversen Prüfungsausschüssen mit

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01.09.2010
Soccer-City mit Profilen aus Tirol
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BLECH 5-2010

Vier Wochen lang standen bei der Welt- meisterschaft in Südafrika der Fußball und die Spieler im Mittelpunkt des Interesses. Dass alles so reibungslos funktioniert hat, verdanken die Organisatoren der Tatsache, dass nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch beim Bau der Stadien Spitzenleistungen vollbracht wurden.
So hatte Valenta auf einer Schwenkbiege- maschine von Schröder für die Unter- konstruktion der neuen Fassade in nur sechs Monaten über 100 000 spezielle Stahlprofile im Tiroler Werk präzise vorgefertigt, nach Südafrika verschifft und dort in einer eigens errichteten Feldfabrik montiert.

Die Fussball-WM ist vorbei, Spanien verdient im Soccer-City- Stadium Weltmeister geworden. Das bauliche Herzstück der ersten Fußballweltmeisterschaft und mit 94.700 Plätzen Afrikas größtes Fußballstadion, in dem neben dem Finale noch
14 weitere Begegnungen stattfanden, hat seine Bewährungsprobe mit Bravour bestanden. Zeit für einen Blick auf die
blech-spezifischen Besonderheiten des Stadions, denn Bleche haben im Soccer City Stadium im wahrsten Sinn des Wortes eine tragende Rolle.
Die 43.000 m² große Außenhaut des Vorzeigestadions sieht aus wie eine riesige Kalebasse – das traditionelle afrikanische Koch- und Trinkgefäß – auf einer Feuerstelle. Entworfen haben das an altem Brauchtum orientierte Design die südafrikanischen Architekten Boogertman Urban Edge & Partners. Doch die in rustikalen Ocker-, Siena- und Brauntönen gehaltene Fassade aus fibreC-Glasfaserbeton hat eine moderne Unterkonstruktion aus Stahlblechbefestigungsprofilen
von Mitte Januar bis Mitte Juli 2008 hat die Valenta GmbH & Co KG im Tiroler Werk auf einer Servo Power Bend Schwenkbiegemaschine von Schröder die zwischen 200 mm und 3.000 mm Millimeter langen Befestigungsprofile aus
2 bzw.3 Millimeter starkem Stahlblech hergestellt. Valenta zählt seit 1964 weltweit zu den ersten Adressen bei Metallbau, Lasertechnik, Blechbearbeitung und Projektabwicklung für anspruchsvolle Bauherren wie BMW, die Luxusgastronomie, moderne Berg- und Gletscherbahnen oder den futuristischen Dubai Airport.

Schnell, leistungsfähig und extrem präzise

Auch die Montageprofile der Soccer-City-Fassade waren eine große Herausforderung: „Da die Produktion dieser 100 000 Spezialteile in nur sechs Monaten erfolgen musste, brauchten wir eine schnelle, leistungsfähige und extrem präzise
arbeitende Maschine mit 3.200 mm Arbeitslänge“, erinnert sich Ingenieur und Geschäftsführer Josef Valenta.

Ab Mitte Februar 2008 wurden die fertigen Stahlprofile nach Südafrika verschifft und dort in einer Feldfabrik mit den Fassadenplatten montiert, die das Salzburger Unternehmen Rieder Smart Elements zuvor im bayerischen Kolbermoor hergestellt hatte. Josef Valenta erinnert sich: „Das hat einwandfrei geklappt. Da wir in Österreich fertigen und in Südafrika montieren mussten, brauchten wir hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit. ‚Verbogene‘ Teile hätten wir niemals vor Ort richten können.“

Ökologisch und wirtschaftlich

Die Kantenlänge der insgesamt 33 600 fibreC-Platten beträgt 1.200 x 1.800 mm. In der Feldfabrik fertigte man daraus
2.100 Module mit je 16 Platten. Diese wurden mit den Valenta-Befestigungsprofilen an das vom ehemaligen First National Bank Stadium übernommene und modernisierte Tragwerk angebracht. Ökologisch-wirtschaftlich von Vorteil: Der fibreC-Glasfaserbeton entsteht mit etwa 40 Prozent weniger Energie als Aluminium oder Faserzement. Verglichen mit HPL
(High-Pressure Laminate) spart fibreC sogar 80 Prozent Energie. Valentas rein wirtschaftlich orientierte Entscheidung für eine Maschine aus Wessobrunn hat übrigens eine Vorgeschichte: „Etwa 1971, als unser Betrieb noch eine kleine Bau- und Kunstschlosserei war, kaufte mein Vater eine Tafelblechschere und eine Biegemaschine von Schröder mit je 2.500 mm Arbeitslänge. An diesen Maschinen habe ich in meiner Jugend noch selbst sehr viel gearbeitet“, schmunzelt Josef Valenta.
„Als wir später auf Abkantpressen und Laserschneiden umgestiegen sind, haben wir die Firma Schröder irgendwie aus den Augen verloren, bis im Oktober 2007 die Frage aufkam, welche Maschine für den Soccer-City-Großauftrag am besten geeignet sei.“
Robotergestützte Abkantpressen, Blechbearbeitungszentren und andere Möglichkeiten wurden diskutiert. Am Ende liefen alle Überlegungen auf eine Schwenkbiegemaschine aus Wessobrunn hinaus, zumal anstehende Folgeaufträge das kratzerfreie Biegen empfindlicher Edelstahlbleche erforderten: „Im November 2007 habe ich mich bei Schröder beraten lassen und eine Maschine zusammengestellt. Da wir schon im Januar 2008 mit dem Biegen beginnen mussten, war es sehr hilfreich, dass die knappen Bestell- und Lieferzeiten zuverlässig eingehalten wurden“, erläutert Josef Valenta.
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13.04.2010
Auf und nieder
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BAUMETALL 02/2010

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.
Das Wessobrunner Innovationswerk Schröder präsentiert die leistungsfähige, flexibel einsetzbare und mit drehbarer Oberwange für einen schnellen Werkzeugwechsel ausgestattete Motorabkantmaschine Multi Power Bend mit revolutionärer UP-Down Biegetechnologie. Die „Multi Power Bend UD" ermöglicht das Auf- und Abbiegen mit nur einer Biegewange.

Dabei werden einfachere Profile ebenso wie komplexe Biegeteile in beide Biegerichtungen umgeformt. Durch die drehbare Oberwange ist der Wechsel zwischen Spitzschiene oder Segmentwerkzeug in Rekordzeit möglich. Die MPB ist sowohl von vorn als auch von der Rückseite zu bedienen. Der Vorteil: Die Einlegetiefe wird nicht beschränkt, wodurch beispielsweise großflächige Fassadenpaneele oder Kassetten hergestellt werden können. Außerdem entfällt das zeitaufwendige Drehen der Werkstücke sowie das Einrüsten entsprechender Werkzeugstationen. Aber nicht nur die Zeitersparnis sowie die Wiederholgenauigkeit sind erstaunlich – auch das Handling während des Biegeprozesses wird extrem erleichtert. Die einfache Bedienung erfolgt mit der neuen Steuerungsgeneration „POS 2000 Professional“.



Technische Daten
Maße Leistung:
Nutzlänge 2520 mm bis 3875 mm
Baubreite 1640 mm
Maschinenhöhe 1550 mm
Leistung (400 N/mm²) 2,5 mm

Oberwange:
Hub 160 mm
Antriebsleistung 1,1 kW
Geschwindigkeit 100 mm/s

Biegewange:
Verstellung 160 mm
Antriebsleistung 2x2,2 kW
Geschwindigkeit 120°/sec


Standardausstattung:
Grafiksteuerung POS 2000-Professional-Touch-Screen-Steuerung am schwenkbaren Panel
Servo-Umrichtergesteuerte Antriebe für Biegewange, Biegewangenabsenkung, Oberwange, Hinteranschlag
„Up’n Down“-Biegewange, automatisch gesteuert
Anschlagsystem bestehend aus Positionieranschlag (10 - 1600 mm) in U-Form, zwei pneumatisch absenkbaren Anschlagsektoren, Winkelanschlag und Kugeln im Tisch
Motorische Biegewangenabsenkung 160 mm
Biegeschiene 25 mm oder 15 mm
Unterwangenschiene 20 mm, R 1,5, 45° mit Einfräsungen
Spitzschiene 30°, R 1,5, Fußbreite 20 mm mit Freiraum 8 mm für Umschlag direkt mit der Oberwange verschraubt
Fußschalter vorne und ein zweiter Fußschalter zur Bedienung von hinten

Sonderzubehör:
Drehbare Oberwange als automatisches Werkzeugwechselsystem
Geißfußschiene 130 mm, 30°, R 1,5 (Fußbreite 50 mm, Freiraum 30 mm segmentiert incl. Eckstücke)
Hydraulische Werkzeugklemmung
Radius Step Bending Funktion (Segmentabkanten für Rundungen)
Fußschalter verfahrbar auf Winkelschiene
2-strahlige Lichtschrankenabsicherung vorne bei Bedienung von hinten
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17.02.2010
Produkte für das Handwerk
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BAUMETALL 01/2010

Metallbearbeitung von der Bau- und Werkstattmaschine bis zum auto­ma­ti­sier­ten Biegezentrum.
Vor drei Monaten feierte die Hans Schröder Maschinenbau GmbH mit viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft ihr 60-jähriges Firmenjubiläum. Die kleine Nachkriegswerkstatt in Wessobrunn ist in dieser Zeit zu einer weltweit aktiven Unternehmensgruppe mit 240 Mitarbeitern gewachsen.

 

Doch bis heute zeigt sich der süddeutsche Blechbearbeitungsspezialist im besten Sinne traditionsbewusst: Der Mittelständler wird weiterhin von der Familie Schröder geführt und ist trotz seines Wachstums mit industriellen Biegezentren seinen Kunden aus dem Handwerk treu geblieben. Das belegen die zahlreichen Neu- und Weiterentwicklungen der Schröder Bau- und Werkstattmaschinen.
Ob Biegen, Schneiden, Sicken, Runden oder Pressen, ob manuell, motorgetrieben oder automatisiert, ob für den Einsatz an der Baustelle, im Handwerksbetrieb oder als Biegezentrum für die industrielle Fertigung:
spätestens seit der Übernahme der FASTI-Werke in 2006 bietet die Schröder-Gruppe ein in Umfang und Tiefe beeindruckendes Angebot.

Metallbearbeitung als familiäre Leidenschaft
Trotz seiner Größe und internationalen Bedeutung ist das Unternehmen ein Mittelständler mit Bodenhaftung und Kundennähe geblieben. Mit Franz Schröder steht der Sohn des Firmengründers Hans Schröder dem Unternehmen vor, seine Frau Gerlinde Schröder führt die Schröder-FASTI Technologie GmbH in Wermelskirchen und auch sonst finden sich viele Familienmitglieder in Management und Belegschaft. In der gelungenen Verbindung von Tradition und Moderne repräsentiert die Schröder-Gruppe geradezu idealtypisch das Erfolgsmodell des deutschen Maschinenbauers.
Mit seinen innovativen, computergesteuerten Biegezentren beliefert Schröder Industriebetriebe in aller Welt. Auf Schröder-Maschinen bearbeitete Bleche finden sich überall: von der Konservendose bis hin zur Fassade der Fußballarena Soccer-City im südafrikanischen Johannesburg, in dem die wichtigsten Spiele der nächsten FIFA-Weltmeisterschaft ausgetragen werden.

Produkte für das Handwerk
Die Wurzeln des Unternehmens aber liegen in robusten, funktionalen Bau- und Werkstattmaschinen für das Handwerk. So wird die Handschwenkbiegemaschine Schröder AK, bekannt als universelles „Arbeitspferd“, seit 1963 fast unverändert gefertigt und eingesetzt. Bei der Modularbaureihe wird jetzt auch eine 3 Meter Version angeboten. Die konzeptionell im Markt einmalige Segmentabkantbank Typ ASK findet sich in zahlreichen Kleinbetrieben und Lehrwerkstätten. Mit diesen und anderen manuell, pneumatisch unterstützten oder motorgetriebenen Maschinenserien für das Handwerk hat Schröder das Fundament für sein Qualitätsimage und den guten Ruf im Bereich Service gelegt. Und in diesem Bereich wird fortwährend entwickelt, wobei Komfort und Qualität stetig weiter erhöht werden.

Viele Maschinen mit speziellen Spenglerwerkzeugen verfügbar
So spendierten die Blechbearbeitungsspezialisten der MAK V eine neue Oberwange mit verbesserten Biegefreiräumen. Dazu wurde der neue motorische Neunfach-Hinteranschlag, bedienbar über ein einfach gehaltenes Display der POS 400 Steuerung, Ende August eingeführt und bietet dem Anwender erhöhte Flexibilität und Arbeitserleichterung. Kombiniert mit speziellen Spenglerwerkzeugen ist die MAK V die ideale Kompaktmaschine für Handwerksbetriebe – mit einem am Markt beispiellos guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für die traditionsreiche Handschwenkbiegemaschine Schröder AK ist jetzt eine kraftsparende, pneumatische Biegehilfe verfügbar. Die Spenglerausstattung mit mehr Freiraum für den Hohlumschlag, verbesserte Anschlagfinger sowie abnehmbare Auflagebleche für Gegenkantungen sind weitere Neuerungen dieses Klassikers.
Beim Schneiden ist die manuelle Schröder HS für Materialstärken bis zu 2 mm und Längen von 1 bis 3 m ein ideales Werkzeug. In ihrer aktuellen Version verfügt die HS jetzt über eine neue Arbeitshöhe, manuelle Wippe und eine einstellbare Teleskoprutsche für das Stapeln geschnittener Platinen. Beide Neuerungen verringern die Anzahl der beim Schneiden notwendigen Handgriffe und erhöhen somit den Komfort.

Bei den einfachen Schröder Motorscheren belegt der neu entwickelte, vorn verstellbare manuelle Hinteranschlag mit Digitalanzeige das fortdauernde Engagement von Schröder in diesem Segment. Auch in der konsequenten Umsetzung der Arbeitssicherheit bei Scheren nimmt Schröder seit zwei Jahren eine Vorreiterrolle durch eine beispielhafte Rückraumabsicherung ein.
Bei Investitionen in die Ausstattung von Handwerksbetrieben bleibt Schröder damit ein wichtiger Ansprechpartner. Das Unternehmen hat weitere Neuerungen und Verbesserungen für seine Bau- und Werkstattmaschinen angekündigt – ebenso für die Maschinen der ehemaligen FASTI-Werke, die seit der Übernahme als Schröder FASTI Technologie GmbH firmieren. Die Familie Schröder und ihre Belegschaft sind auf einem guten Wege, ihre 60-jährige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
Treffen Sie Hans Schröder Maschinenbau und Schröder Fasti Technologie auf der Dach und Holz 2010 in Halle 9, an Stand 9.315/414!
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30.11.2009
Presseinformation zur Jubiläumsfeier
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Jubiläumsfeier beim Familienunternehmen

3 500 Besucher feiern 60 Jahre
Hans Schröder Maschinenbau

Wessobrunn-Forst, den 25. November 2009 - Ausnahmezustand im beschaulichen Wessobrunn-Forst: Über 3 500 Besucher strömten zum Tag der offenen Tür auf das Werksgelände der Hans Schröder Maschinenbau GmbH, informierten sich über Technik und Fertigung der Schröder-Maschinen und ließen es sich bei Speis und Trank gut gehen. Etwas förmlicher ging es dann bei den offiziellen Feierlichkeiten in der Mehrzweckhalle Wessobrunn zu: Geschäftsführer Franz Schröder nahm die Glückwünsche von etwa 350 geladenen Gästen, darunter CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (MdB) und Landrat Dr. Friedrich Zeller (SPD) entgegen und ließ in seiner Rede die erfolgreiche Geschichte des Unternehmens Revue passieren.

Der am 20. September 1949 als Landmaschinenhandel und -werkstatt gegrün-dete Familienbetrieb Hans Schröder Maschinenbau GmbH ist heute ein interna-tional führender Spezialhersteller von Blechbiege- und -schneidemaschinen. Der große Andrang beim Tag der offenen Tür zeigte, wie gut verwurzelt das Traditionsunternehmen mit seinen 144 fest angestellten Mitarbeitern in der Re-gion ist. Über 3 500 Besucher fanden den Weg nach Wessobrunn-Forst und nutzten die Gelegenheit, sich beim Spezialmaschinenbauer über neue Techno-logien und modernste Fertigungsanlagen, Arbeit und Ausbildung im Maschi-nenbau sowie über die internationale Ausrichtung des Unternehmens zu infor-mieren.

Für das leibliche Wohl war trotz des Andrangs bestens gesorgt, Spaß und Un-terhaltung kamen ebenfalls nicht zu kurz. Besonders freuten sich die Gewinner des Preisquiz, deren Aufmerksamkeit beim Firmenrundgang mit attraktiven Preisen wie Profi-Werkzeugkasten, Digitalkamera oder Restaurantbesuch be-lohnt wurde.

Eine große Familie
Zweiter Höhepunkt der Festwoche war die offizielle 60-Jahrfeier mit 350 gela-denen Gästen in der Mehrzweckhalle Wessobrunn stattfand. Franz Schröder, Geschäftsführer des Familienunternehmens, skizzierte die Geschichte des Un-ternehmens, die mit der Internationalisierung und dem Kauf der Fasti-Werke ihre bisherigen Höhepunkte fand. Mit Stolz verwies Franz Schröder auf die Tradition und Werte des Familienunternehmens – auch seine Frau, seine Söhne und weitere Familienmitglieder arbeiten aktiv im Unternehmen und die Belegschaf-ten von Hans Schröder Maschinenbau GmbH in Wessobrunn, von Schröder-Fasti Technologie GmbH in Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) und auch von Schröder-Fasti Scandinavia A/S in Odder (Dänemark) sehe er als große Familie. Gewürzt war seine Rede mit kleinen Seitenhieben auf die große Politik. Franz Schröder betonte, dass das Unternehmen auch in der aktuellen Krise anders als viele Großunternehmen noch keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen musste – auch ohne große Staatshilfen.

„Das war ein schönes Fest. Besonders gefreut hat mich das große Interesse der Familien und Jugendlichen an Technik und Ausbildung in unserem Betrieb. Als regional verwurzelter Arbeitgeber ist das die Basis unserer nationalen und internationalen Erfolge“, fasst Franz Schröder die Jubiläumstage zusammen. „Der enorme Zuspruch wird uns und unseren Mitarbeitern ein stetiger Ansporn für die nächsten 60 Jahre sein.“
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10.11.2009
Blechexpo-Router 2009
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BLECH ROHRE PROFILE 11/2009

HANS SCHRÖDER MASCHINENBAU GmbH und SCHRÖDER-FASTI Technologie GmbH

Umfassendes Angebot an Blechbearbeitungsmaschinen

Seit nunmehr 60 Jahren liefert die Hans Schröder Maschinenbau GmbH Blechbearbeitungsmaschinen in die ganze Welt. Das umfangreiche Portfolio umfasst Hand- sowie Motor-Schwenkbiegemaschinen, Tafelscheren, Rund- und Sickenmaschinen sowie Pressen. Die hochwertigen Maschinen, an zwei Standorten in Deutschland entwickelt und gefertigt, garantieren optimale Prozesssicherheit in Handwerk und Industrie.

Im Mittelpunkt des Messeprogramms zur diesjährigen BLECHEXPO 2009 steht die neue, Evolution-Generation, die 2009 mit großem Erfolg in den Markt eingeführt wurde. Finite Elemente berechnen Maschinengeometrien, modernste Antriebstechnologien eröffnen neue Wege im Schwenkbiegen. Auf Basis dieser Maschinengeneration kann der Kunde über ein modulares System den Automatisierungsgrad der Maschinen flexibel erhöhen – bis hin zum kompletten Biegezentrum. So werden je nach Anforderung Nutzlänge, Biegeleistung und Werkzeughöhe gewählt und durch Automatisierungsoptionen wie Rotationsoberwange, Werkzeugwechsler, Manipulator oder Be- und Entladestation ergänzt.

Für höchste Flexibilität, Effizienz und Präzision in der Klein- und Großserienfertigung sorgt dabei die neueste Version der POS 3000-Steuerung mit 3D-Simulation, Kollisionsdetektor, Zykluszeitenberechnung, Werkzeugrüstprogramm und CAM-Anbindung.

Messebesucher können sich auf der BLECHEXPO 2009 in Halle 1 am Stand 1300 bei Live-Demonstrationen und im persönlichen Gespräch von der Qualität und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Schröder Maschinen in Handwerk und Industrie überzeugen. Weitere Informationen online unter www.schroeder-maschinenbau.de.
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30.06.2009
Individualisierte Türenfertigung
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Blechnet 6-2009

Um die Ferti­gung von indi­vidu­ellen Tür- und Tor­sys­temen für Lager- und Kühl­räume weiter zu ver­bessern, geht man bei der Cool It Isolier­systeme GmbH neue Wege. In Zusammen­arbeit mit der Hans Schröder Maschinen­­bau GmbH wurden die Schwenk­biege­maschinen des Her­stellers exakt auf die eigenen Bedürfnisse angepasst. Das Ergebnis: Die papierlose, direkte IT-Steuerung aus der Arbeitsvorbereitung und ein High-Speed-Werkzeugwechsler bringen mehr Geschwindigkeit, Flexibilität und Genauigkeit in die Produktion. Produktivitätsmindernde Rüst- und Nebenzeiten werden erheblich reduziert.

In europäischen Unternehmen der Lebensmittel- und Pharmabranche gelten die Türen und Tore der Cool It Isoliersysteme GmbH als der perfekte Abschluss für Kühl- und Lagerräume. Den guten Ruf als Premiumhersteller verdankt das Unternehmen aus Melle seinen innovativen Tür- und Torsystemen für diese sensiblen Bereiche – und der Fähigkeit, diese für seine Kunden individuell und auftragsbezogen fertigen zu können.

„Es ist für uns ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, Spezialtüren und -tore in gleichbleibend hoher Qualität und stets termingerecht fertigen zu können. Wir haben die durchgängige IT-gestützte Fertigungssteuerung und die Bearbeitungszentren daher schon sehr früh als Schlüsseltechnologien für die künftige Entwicklung unserer Fertigung eingestuft“, erläutert Frank Maiwald, Leiter Technik bei Cool It. Allerdings: Bei genauerem Hinsehen und in der Praxis erwiesen sich Lösungen vieler Hersteller als noch zu starr und unflexibel für kleine Losgrößen und Nullserien.

Neue Perspektiven eröffneten sich dann Anfang des Jahres 2008: Mitarbeiter der Hans Schröder Maschinenbau GmbH, deren Schwenkbiegemaschinen bei Cool It seit langem im Einsatz sind, stellten ihre Ideen für eine Schwenkbiegemaschine mit automatischem Werkzeugwechsler vor. Durch einen modularen Aufbau dieser Lösung wollen die Blechbiegeexperten aus dem oberbayerischen Wessobrunn auch kleinen und mittelständischen Fertigern den Einstieg in die Technologie computergesteuerter Bearbeitungszentren erlauben.

Als Grundmodul sollte bei Cool It eine Schwenkbiegemaschine der Servo Power Bend Serie des innovativen Maschinenbauers dienen, mit der sich Bleche mit Breiten bis zu 3.200 mm und einer Materialstärke bis zu 3,0 mm Stahlblech bzw. 2,0 mm V2A-Stahl in einem Arbeitsgang auf- und abbiegen lassen. Die Bereitstellung der Programme für die Biegeprofile regelt die Schröder POS 3000-Steuerung. Mit eigenen Softwareexperten hat Schröder Maschinenbau hier über Jahre eine sehr leistungsstarke und in der Praxis bestens bewährte Steuerung entwickelt. Biegeprogramme können an der Maschine selbst, auf externen Rechnern oder durch Übernahme aus CAD/CAM-Programmen der Kunden erstellt werden. Ein deutlicher Vorteil der Software ist die moderne und anschauliche 3-D-Visualisierung von Werkstück und Maschine. Mit der exakten Echtzeit-Simulation der programmierten Arbeitsprozesse und durch Plausibilitätskontrollen für die Kollisionsvermeidung werden Bearbeitungsfehler und Maschinenschäden wirksam vermieden.

Doch die Verantwortlichen bei Cool It wollten noch mehr: „Um die Möglichkeiten in der Produktion von Türen auch bei den für uns typischen, sehr kleinen Fertigungslosen voll ausnutzen zu können, haben wir gemeinsam mit Schröder den Werkzeugwechsler weiter optimiert. Durch diese ungewöhnlich enge und vertrauensvolle Kooperation mit Schröder als Maschinenlieferanten konnten wir die Spezifikationen des Blechbiege-Arbeitsplatzes perfekt an unsere Bedürfnisse anpassen“, erinnert sich Frank Maiwald.

Am Jahresende 2008 installierte Hersteller Schröder dann die modifizierte Servo Power Bend -Schwenkbiegemaschine bei Cool It – ausgestattet mit einem vollautomatischen High-Speed-Werkzeugwechsler für die Oberwangenwerkzeuge der Schwenkbiegemaschine. Dank zwei asynchron verfahrender Wechselportale mit jeweils zwei Greifeinheiten können bis zu vier Werkzeuge aus dem Wechslermagazin entnommen werden. Die Portale werden von verschleißfreien, hochgenauen Linearmotoren angetrieben und garantieren mit einer Geschwindigkeit von 7 m/sec schnellste Werkzeugwechsel.

Die Ergebnisse sprechen laut Frank Maiwald für sich: „Dank des Werkzeugwechslers können wir jetzt das gesamte Portfolio ohne zusätzliche Rüst- und Nebenzeiten abdecken. Das macht unsere Fertigung mittelfristig noch flexibler, weil wir nicht mehr auf Rüstungen oder Losgrößen optimiert planen müssen. Gleichzeitig sparen wir die Zeit für manuelle Wechsel, verkürzen die Durchlaufzeiten und steigern damit die Prozesssicherheit.“
Eine weitere Anpassung erfolgte auf Ebene der Steuerungssoftware. Hier wurde von den Schröder-Softwareingenieuren eine direkte Schnittstelle zum ERP-System von Cool It geschaffen. Der Effekt: die individuellen Aufträge und die Auftragsreihenfolge werden jetzt papierlos per Software an die Schwenkbiegemaschine übertragen, die Blechbearbeitung wird mit bereits in der Arbeitsvorbereitung perfekt mit allen vor- und nachfolgenden Bearbeitungsschritten synchronisiert. In der POS 3000-Steuerung werden dann die zugehörigen Biegeprogramme aufgerufen und von der Maschine abgearbeitet – manuelle Eingriffe sind für die Produktionssteuerung nicht mehr erforderlich. Durch den Wegfall der Rüst- und Einrichtezeiten und die zentral synchronisierte Fertigung werden die Durchlaufzeiten weiter verkürzt, Bedienfehler werden minimiert und die Gesamtproduktivität in der Türenfertigung steigt.

Derzeit werden Anlage und Produktionsprozesse weiter optimiert. Veränderte Arbeits- und Planungsprozesse sollen die positiven Effekte auf die Produktivität weiter erhöhen. „Mindestens ebenso wichtig für uns ist aber die mit der Automatisierung verbundene Verbesserung von Reproduzierbarkeit und Qualität. Unsere Kunden und die installierenden Firmen werden davon direkt beim Einbau unserer Türen und Tore profitieren“, resümiert der Cool It Manager.
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